WALDohneZaun in Bayern - WALD und Wild im Blick
Wald ist mehr als Forst. Und Jagd ist anspruchsvolles Handwerk. Waldbesitzer und Jäger müssen Wald und Wild vor Ort im Blick haben. Das Projekt WALDohneZaun liefert zusätzlich sorgfältig aufbereitete Daten aus den Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung und ausgewählte Streckenergebnisse. Damit kann jeder selbst recherchieren und den Blick weiten. Wie machen andere das? Und dann? Entscheidungen treffen. Konsequent handeln.
Motivierende und vielfältige „Geht-doch“-Beispiele sind die Preisträger des Staatspreises für vorbildliche Waldbewirtschaftung. Wir zeigen sie mit einigen Kurzinfos im BayernAtlas.
Guter Wald braucht langen Atem. Alle interaktiven Viewer im Wildtierportal.Bayern.de sind seit 12/2021 abgeschaltet. Deshalb haben wir die Ergebnisse der Forstlichen Gutachten seit 2000 und die dazugehörigen gemeldeten Abschüsse sowie weitere Umweltinformationen professionell und übersichtlich als Zeitreihen aufbereitet und ebenfalls in den BayernAtlas gebracht. Alle gesammelten Daten sind abfragbar am Infopunkt in der Mitte jeder Hegegemeinschaft:
https://waldohnezaun.de/docs/legenden.jpg
https://waldohnezaun.de/docs/quellen_open.pdf
NEU ist unsere Rubrik „Auswertungen“:
„Das geht nicht, weil ….“ hört man vor Ort immer wieder. Wer andere Hegegemeinschaften kennt, die unter ähnlichen Voraussetzungen bessere Ergebnisse erzielen, kann dem Tatsachen entgegensetzen. Und so zeigen wir z.B. 24 Hegegemeinschaften, die eine Trendwende geschafft haben. Dazu 20 Hegegemeinschaften, die auf dem Weg zu einer günstigen Bewertung sind.
Wie steht es um Hegegemeinschaften mit kleinem Waldanteil? Sind sie tatsächlich „unbejagbar“? Oder reine Fichtenbetriebe? Und wieso wird es eigentlich in Hegegemeinschaften, die den Abschuss schon 5 x hintereinander erhöhen sollten, meist nicht besser? Einige behaupten: „Es liegt nicht am Abschuss.“ Dem sollte man einfach Zahlen entgegensetzen. Erlaubt sein muss auch die Frage: Wird denn bei mir der Abschussplan wenigstens formal erfüllt? Denn das ist alles andere als selbstverständlich.
Wald und Wild
Wald und Wild gehören untrennbar zusammen, der Wald ist einerseits Lebensraum für das Wild, andererseits verhindern zu hohe Schalenwildbestände häufig eine Verjüngung des Waldes bzw. eine Verjüngung ist nur mit Hilfe von Schutzmaßnahmen (Zaun, Einzelschutz) möglich. Naturnahe, gemischte und stabile Wälder wird es aber nur geben, wenn die Schalenwildbestände so reguliert und den Waldverhältnissen angepasst werden, dass kein Verbiss stattfindet, der die Verjüngung gefährdet. Die vorkommenden Hauptbaumarten müssen im wesentlichen ohne Schutzvorrichtungen verjüngt werden können.
Wichtige Hinweise zu Jagdrecht, Jagdverpachtung, Eigenbewirtschaftung, Abschussplanung, Wildschadensersatz, Auswirkungen überhöhter Schalenwildbestände u. a. finden sie in der Broschüre Informationen zur Jagd für Waldbesitzer und unter https://www.waldbesitzer-portal.bayern.de/014833/index.php.
Eine wesentliche Grundlage zur Erreichung eines angepassten Wildbestandes ist die Ausgestaltung des Jagdpachtvertrages. den Musterjagdpachtvertrag des sog. "Rosenheimer Modells" finden sie hier.
Weitere Hinweise zum Thema auch unter dem Menüpunkt AELF Regensburg - Jagd auf dieser Homepage.
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