Ahorn – Rußrindenkrankheit
Der aus Nordamerika eingeschleppte pilzliche Erreger der Rußrindenkrankheit bedroht Baumarten der Gattung Ahorn. Die Krankheit führt in Folge heißer Trockenjahre besonders in Bergahorn-Beständen zu Schäden mit hohen Absterberaten. In warm-trocken getönten Regionen und auf schlecht wasserversorgten Standorten sind Ahorne gefährdet. Der pilzliche Verursacher Cryptostroma corticale ist bereits symptomlos weit über die Befallsgebiete im Nordwesten Bayerns hinaus verbreitet. Unter warm-trockenen Bedingungen kann sich der Pilz nach erfolgreicher Infektion im Holzkörper ausbreiten und zur Ausbildung der massiven Sporenmassen unter der Rinde führen. Das Absterben des Baumes ist dann unaufhaltsam.
Nähere Informationin dazu im LWF Merkblatt Ahorn-Rußrindenkrankheit.
Rüsselkäfer
Der Große Braune Rüsselkäfer zählt zu den gefährlichsten Schädlingen in Forstkulturen. Er tritt aufgrund seiner Lebensweise vor allem auf Kahlflächen auf. In neubegründeten Nadelholzkulturen kann er gravierende Schäden verursachen. Bei der Rüsselkäferbekämpfung stehen sowohl mechanische als auch chemische Maßnahmen zur Verfügung. Präventiv kann mit waldbaulichen Mitteln vorgebeugt werden.
Näheres im LWF Merkblatt Rüsselkäfer.
Kiefernprachtkäfer
Blauer Kiefernprachtkäfer profitiert vom Trockensommer 2015 -
Aufgrund des trocken-warmen Sommers 2015 treten vermehrt Schäden an Kiefer durch den Blauen Kiefernprachtkäfer auf. Dieser befällt als Sekundärschädling i. d. R. in ihrer Vitalität beeinträchtigte Bäume. Gefährdet sind vor allem südexponierte Waldränder und stark aufgelichtete Bestände.
Woran erkennen Sie befallene Bäume?
Handlungsempfehlungen
- Südexponierte Waldränder und stark aufgelichtete Bestände auf befallene Kiefern kontrollieren.
- Kiefern mit Spechtabschlägen sollten gefällt und bis Mitte Mai aus dem Wald entfernt werden.
- Bei der Aufarbeitung muss nicht nur das Holz und das Kronenmaterial aus dem Wald entfernt werden, sondern auch die gesamte Rinde, selbst wenn diese bereits abgefallen ist.
- Kiefern mit Trockenschäden, die keine Spechtabschläge aufweisen, sollten regelmäßig weiter auf Befall durch die Kiefernprachtkäfer kontrolliert werden.
Weiterführende Informationen
Die Rotfäule
Die „Rotfäule“ verursacht erhebliche Schäden an der Baumart Fichte. Der Verursacher der Rotfäule ist ein Pilz (Gemeiner Wurzelschwamm , Heterobasidion annosum, http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeiner_Wurzelschwamm ), der neben Lärchen, Tannen und Kiefern in erster Linie Fichten befällt. Sporen des Pilzes werden mit dem Regen in den Boden eingewaschen und keimen beim Kontakt mit Wurzeln. Der Pilz breitet sich von den Wurzeln in den Stamm aus und verursacht dort eine mehr oder weniger ausgedehnte Stammfäule. Die Fichte stirbt nicht ab, aber die Gefahr eines Windbruchs wird deutlich erhöht und das Holz ist nicht mehr zu gebrauchen. Bei der Kiefer verursacht der Pilz eine Stockfäule, dringt aber nicht in den Stamm vor, bei der Lärche erreicht die Fäule auch nur eine geringe Höhe. Das Stammholz der Douglasie kann allerdings ähnlich wie bei der Fichte zerstört werden.


Der Pilz gedeiht besonders gut in basischem (kalkhaltigem!) Milieu und breitet sich insbesondere über Wurzelverwachsungen von Baum zu Baum aus. Besonders infektionsgefährdet sind auch Fichten auf dichtgelagerten, wechselfeuchten und staunassen Böden sowie Erstaufforstungen. Praxisnahe Bekämpfungsmaßnahmen sind nicht möglich. Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, auf kalkhaltigen Böden Fichten nur in eher geringem Maß am Waldaufbau zu beteiligen und generell Laubholz zu Fichten einzubringen, um eine Verbreitung über Wurzelverwachsungen der Fichten zu verringern. Gefährdete Fichtenbestände sollten intensiv durchforstet werden („früh, mäßig, oft“), damit die Zielstärke der Bäume früher erreicht wird, um so den wirtschaftlichen Schaden zu verringern und die Bestände frühzeitig in Verjüngung zu bringen.
Mäuse in Forstkulturen

Mäuse verursachen in Forstkulturen insbesondere auf vergrasten Flächen (Kahlflächen, verlichtete Bestände, Erstaufforstungen) immer wieder größere Schäden. Das LWF-Merkblatt Nr. 24 "Mäuse in Forstkulturen" liefert wichtige Informationen zur Biologie der schädlichen Mäuse, Schadensabwehr und Vorbeugung.
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