Ursachenforschung
Sie haben in ihrem Wald oder Garten von Schädlingen/Krankheiten befallene Bäume/Sträucher und wollen die Ursache wissen? Hilfe bietet ihnen die Onlinedatenbank Arbofux (www.arbofux.de)über Krankheiten und Schädlinge an Laub- und Nadelgehölzen. Sie finden dort Vorstellungen von über 400 Schaderregern und über 1500 Fotos zur Diagnosehilfe. Die Datenbank ist kostenfrei benutzbar und bietet einfach zu handhabende Recherchemöglichkeiten. Außerdem finden sie dort die aktuell zugelassenen Pflanzenschutzmittel und Neues zum Pflanzenschutz.
Wenn sie nicht weiter kommen, dann können sie sich an den Beratungsservice der Abteilung Waldschutz der LWF wenden. Sie können dort mittels der Mailadresse
Pflanzenschutz
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ist die Zulassungsbehörde für Pflanzenschutzmittel. Auf seiner Homepage informiert das BVL ausführlich über momentan zugelassene Pflanzenschutzmittel und alles, was bei der Anwendung von Pflanzenschutzmittel zu beachten ist.
Falls sie ein Pflanzenschutzmittel für einen bestimmten Einsatzbereich suchen, finden sie es in der Online Datenbank über Suchfunktionen nach Anwendungsbereich, Einsatzgebiet, Wirkungsbereich, Kultur und Schadorganismen.
Wichtig: Pflanzenschutzmittel dürfen nur an Personen verkauft und nur von Personen ausgebracht werden, die einen Pflanzenschutzsachkundenachweis vorweisen können. Informationen hierzu finden sie auf der Homepage der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Pflanzenschutz und des AELF Regenburg-Schwandorf.
Pflanzenschutzmittel müssen im Wald die absolute Ausnahme bleiben und sollten nur dann eingesetzt werden, wenn sonst nichts mehr hilft. Vorbeugung hilft oft vor Schaden!
Sprechen sie in jedem Fall vor einer geplanten Ausbringung eines Pflanzenschutzmittels mit ihrem zuständigen Förster vom AELF!
Buchdrucker und Kupferstecher
Die Borkenkäferarten Buchdrucker und Kupferstecher sind die Schädlinge, die uns in den letzten Jahren am meisten beschäftigt haben.
Angesichts einer häufig angespannten Borkenkäfersituation ist es wichtig, dass sich alle Waldbesitzer möglichst umfassend über Biologie und Befallsverhalten von Buchdrucker und Kupferstecher informieren. Nur bei guten Kenntnissen über die Schädlinge kann man das Befallsrisiko richtig einschätzen, rechtzeitig und mit den richtigen Maßnahmen reagieren und so eine weitere Ausbreitung verhindern.
Umfassende Informationen dazu finden sie auf der Homepage der LWF unter
https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/065609/index.php
Eine sehr gute Praxishilfe zum Erkennen des Käferbefalls und die entsprechend notwendigen Handlungen finden sie unter
https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/service/dateien/ph_borkenka%CC%88fer-es_bf_neu+.pdf
Eichenprozessionsspinner
Der Eichenprozessionsspinner kommt an Stiel- und Traubeneiche sowie an der amerikanischen Roteiche vor. Seit den 1990er Jahren breiten sich die Gebiete mit deutlichem Befall von den ehemaligen Schwerpunkten auf der Fränkischen Platte mit ihrem warm-trockenen Klima weiter nach Süden und Osten aus. Mittlerweile ist der Falter in fast ganz Bayern mit Ausnahme der Alpen und der Hochlagen der ostbayerischen Mittelgebirge nachgewiesen. Der Eichenprozessionsspinner bevorzugt Einzelbäume, Bestandsränder und lichte Eichenwälder. Er befällt jedoch bei Massenvermehrung auch große geschlossene Waldgebiete.
Näheres im LWF Merkblatt Eichenprozessionsspinner.
Eschentriebsterben
Das Eschentriebsterben wurde in Bayern erstmals im Herbst 2008 wahrgenommen und hat sich inzwischen in ganz Bayern und in fast ganz Europa verbreitet.
Das Eschentriebsterben wird seit dem verstärkten Auftreten in vielen europäischen Ländern und auch in Bayern intensiv erforscht. Zum jetzigen Zeitpunkt können wichtige Fragen, insbesondere zur Zukunft der Esche und Pflege erkrankter Eschenbestände noch nicht abschließend beantwortet werden. In diesem Frühjahr hat sich die Situation auch in unserem Bereich noch verschlimmert. Die neuesten Informationen finden sie im Merkblatt der LWF Merkblatt 28 Eschentriebsterben oder unter
Falls sie bei Eschen in ihrem Wald Krankheitssymptome feststellen, wenden sie sich an ihren Förster des AELF, um den Schaden zu begutachten und Handlungshinweise zu erhalten.
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