Die Rotfäule
Die „Rotfäule“ verursacht erhebliche Schäden an der Baumart Fichte. Der Verursacher der Rotfäule ist ein Pilz (Gemeiner Wurzelschwamm , Heterobasidion annosum, http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeiner_Wurzelschwamm ), der neben Lärchen, Tannen und Kiefern in erster Linie Fichten befällt. Sporen des Pilzes werden mit dem Regen in den Boden eingewaschen und keimen beim Kontakt mit Wurzeln. Der Pilz breitet sich von den Wurzeln in den Stamm aus und verursacht dort eine mehr oder weniger ausgedehnte Stammfäule. Die Fichte stirbt nicht ab, aber die Gefahr eines Windbruchs wird deutlich erhöht und das Holz ist nicht mehr zu gebrauchen. Bei der Kiefer verursacht der Pilz eine Stockfäule, dringt aber nicht in den Stamm vor, bei der Lärche erreicht die Fäule auch nur eine geringe Höhe. Das Stammholz der Douglasie kann allerdings ähnlich wie bei der Fichte zerstört werden.


Der Pilz gedeiht besonders gut in basischem (kalkhaltigem!) Milieu und breitet sich insbesondere über Wurzelverwachsungen von Baum zu Baum aus. Besonders infektionsgefährdet sind auch Fichten auf dichtgelagerten, wechselfeuchten und staunassen Böden sowie Erstaufforstungen. Praxisnahe Bekämpfungsmaßnahmen sind nicht möglich. Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, auf kalkhaltigen Böden Fichten nur in eher geringem Maß am Waldaufbau zu beteiligen und generell Laubholz zu Fichten einzubringen, um eine Verbreitung über Wurzelverwachsungen der Fichten zu verringern. Gefährdete Fichtenbestände sollten intensiv durchforstet werden („früh, mäßig, oft“), damit die Zielstärke der Bäume früher erreicht wird, um so den wirtschaftlichen Schaden zu verringern und die Bestände frühzeitig in Verjüngung zu bringen.
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