Bewässerung von Forstkulturen
Die Anzahl zu trockener und zu warmer Jahre häuft sich deutlich. Diese extremen Witterungslagen bringen Waldbesitzer vorwiegend in den trocken-warmen Gebieten Bayerns an ihre Grenzen, da ihre Aufwendungen und die Nachbesserungskosten für Forstkulturen steigen. Zunehmend wird auch versucht, mittels Bewässerung das Ausfallrisiko in Forstkulturen zu senken. Bislang gibt es im Forstbereich wenig Erfahrungen mit Bewässerung. Das LWF Merkblatt Bewässerung von Forstkulturen gibt einen ersten Überblick über Möglichkeiten und Grenzen, technische Angebote und Methoden sowie weitere wichtige Aspekte zum Thema »Bewässerung im Wald«.
Über das waldbauliche Förderprogramm WaldFöP können Bewässerungen gefördert werden, wenden sie sich an den Förster/in des AELF.
Jungwuchs-und Dickungspflege
Die Jungwuchs- und Dickungspflege (Baumhöhen 2 - 10 m) ist eine entscheidende Weichenstellung für die zukünftige Entwicklung eines Waldbestandes, unterlassene bzw. falsche Pflege ist oft schwer wiedergutzumachen. Grundsätzliche Überlegungen und Hinweise finden sie im Merkblatt des Forstreviers Kallmünz, sie sollten aber in jedem Falle bestandesindividuelle Beratung durch ihren Förster hinzuziehen.
Bei der richtigen waldbaulichen Behandlung verlieren die meisten Laubbäume ihre abgestorbenen Äste (Totäste) von allein. Wo eine Selbstreinigung des Stammes nicht erfolgt und dennoch hohe Holzqualitäten erzielt werden sollen, ist eine Wertastung zu empfehlen.
Informationen dazu finden sie unter
https://www.waldbesitzer-portal.bayern.de/048886/index.php
Speziell zur Astung von Laubholz informiert das LWF Merkblatt Laubholzastung.
Durchforstung
Regelmäßige Durchforstungen sind eine der wichtigsten Maßnahmen der Waldbewirtschaftung. Sie ermöglichen eine zielgerichtete Steuerung ihres Waldbestandes und gewährleisten einen regelmäßigen Ertrag durch das anfallende Holz für den Waldbesitzer.
Eine Förderung der Stabilität und Vitalität führt zu einer Verminderung des Produktionsrisikos, die Förderung der Zuwachs- und Qualitätsträger erhöhen den Gewinn und den Wert ihres Waldbestandes.

Grundsätzliche Überlegungen finden sie im Merkblatt des Forstreviers Kallmünz; lassen sie sich vor Ort in ihrem Wald durch ihren Förster beraten. Falls sie die Hiebsmaßnahmen nicht selbst tätigen wollen oder können, führt die WBV dies mit geeigneten Unternehmern in ihrem Auftrag für sie durch.
Seltene Bäume in unseren Wäldern
Die Förderung seltener Bäume im Rahmen einer nachhaltigen Forstwirtschaft ist zu einem ein Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt, zu anderem aber auch ein nicht zu unterschätzender wirtschaftlicher Faktor, denn meistens ist das Holz dieser selteneren Bäume wie z.B. Elsbeere oder Wildobst sehr gesucht und läßt sich entsprechend teuer verkaufen.
Informieren sie sich in der Broschüre "Seltene Bäume in unseren Wäldern" über das Erkennen, das Erhalten und das Nutzen einiger dieser Baumarten. Es wäre schade, wenn solche Bäume aus Versehen im Brennholz landen. Vielleicht finden sie auch einen Platz in ihrem Wald, wo sie den ein oder andern pflanzen können.
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