Stockfibel
Die von der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft herausgegebene Stockfibel hilft ihnen ihre geschnittenen Baumstöcke bei der Holzernte besser zu beurteilen. Nur eine sachgerecht ausgeführte Fälltechnik bring den Baum sicher und zielgerecht zu Boden! Schauen sie mal rein!
Rettungskette Forst
Waldarbeit ist trotz aller Fortschritte beim Arbeitsschutz eine äußerst gefährliche Tätigkeit. Vor allem bei der Holzernte verunglücken in Bayern jedes Jahr rund 5000 (!) Personen. Die Unfälle sind nicht selten schwerwiegend und erfordern schnellste notärztliche Versorgung. Wälder erschweren aufgrund ihrer Unübersichtlichkeit und der nur bedingt befahrbaren Wege eine schnelle Rettung. Wegenamen, lokale Flurbezeichnungen oder die verbale Beschreibung der Fahrstrecke sind für den Rettungsdienst meist unverständlich. Eindeutige Treffpunkte für Kontaktpersonen und Rettungsdienst wären deshalb sehr wichtig.
Um eine schnelle und sichere Rettung zu gewährleisten, entwickelte die bayerische Forstverwaltung gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten ein flächendeckendes System von beschilderten Rettungstreffpunkten (Rettungskette Forst).
So haben die Staatlichen Revierleiter des AELF Regensburg für die großflächigen Privat- und Körperschaftswälder Rettungspunkte festgelegt und mit der Integrierten Leitstelle abgestimmt. Die Vorgaben bei der Auswahl der RTP waren: ganzjährige Erreichbarkeit auch bei widrigen Witterungsbedingungen für Rettungsfahrzeuge ohne Allrad, eindeutige Auffindbarkeit, strategisch günstige und verkehrssichere Lage. Diese Treffpunkte ermöglichen eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Notarzt, Freiwilliger Feuerwehr und Ersthelfern bei Notfällen im Wald. Rettungskräfte und die Kontaktperson des Verletzten werden an diesem exakt definierten Punkt zusammengeführt. Zeitraubende Anfahrtsbeschreibungen im unübersichtlichen Waldgelände sollen nun der Vergangenheit angehören!
Nun ist ein waldbesitzübergreifendes System von Rettungstreffpunkten für den Landkreis Regensburg flächig vorhanden. Die 220 Rettungstreffpunkte für den Privat- und Körperschaftswald ergänzen die 24 vorher von den Bayerischen Staatsforsten für den Staatswald festgelegten Rettungstreffpunkte.
Die Rettungstreffpunkte sind im Internet unter www.rettungskette-forst.de (Rettungstreffpunktkarte) oder mithilfe der Smartphone-App „Hilfe im Wald“ abrufbar. Oder sie fragen ihren zuständigen Förster bzw.die WBV.
Voraussetzung für das Gelingen der Rettungskette Forst ist natürlich, dass Waldbesitzer mindestens zu zweit im Wald arbeiten, denn einer der Beteiligten muss die Rettungskräfte alarmieren und diese vom Rettungstreffpunkt aus schnellstmöglich zum Verletzten lotsen.
Informieren Sie sich bereits vor der Arbeit in Ihrem Wald oder Ihrem Waldbesuch über den nächstgelegenen Rettungstreffpunkt und notieren Sie sich dessen Nummer. Wissen kann im Notfall Leben retten, vielleicht auch Ihr eigenes!
Die Rettungskette Forst steht aber natürlich allen Bürgern, Erholungssuchenden, Waldsportlern und Schwammerlsuchern im Landkreis Regensburg zur Verfügung.
Arbeitssicherheit
Die Waldarbeit zählt zu den besonders gefährlichen Arbeiten. Vor allem bei der Holzernte verunglücken jedes jahr in Bayern ca. 5 000 Menschen, davon knapp 20 tödlich. Trotz Vorsicht und Beachtung der Vorschriften können Unfälle passieren. Wichtig ist, dass sie im Ernstfall wissen, wie sie richtig reagieren und schnell helfen können.
Das Faltblatt "Richtig retten" gibt einen Überblick über die wichtigsten Maßnahmen bei Unfällen im Wald.
Detailliertere Informationen finden sie in der Broschüre "Waldarbeit" der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau.
Über Gefahren durch Zecken, Fuchsbandwurm u.a. informiert die Broschüre "Wie schütze ich mich vor Infektionsgefahren in freier Natur?"
Diese Broschüren dienen nur als Überblick und könne eine fachliche Ausbildung nicht ersetzen. Wichtig sind der Besuch von Motorsägenkursen bzw. Erste-Hilfe-Kursen. Wenden sie sich an das AELF Regensburg, dort werden regelmäßig Motorsägenkurse für Waldbesitzer angeboten. Weitere Kurse veranstaltet die Bayerische Waldbauernschule in Kelheim. Oder sie vergeben die Waldarbeiten an erfahrene Forstprofis, motormanuell oder mit Maschine!
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